Kompression durch Bandagen
Oft erleben Patienten Enttäuschungen, wenn sie statt der Bandagen Gummistrümpfe
in der Behandlungsphase tragen.
Praktischer Hinweis:
Eine wesentliche Erleichterung der Behandlungsphase kann erreicht werden durch
die
Kombination von Gummistrümpfen und Bandagen. Bandagiert
man über einem Gummikompressionsstrumpf, ist es (außer beim Lymphödem,
bei dem der Fuß auf jeden Fall mit bandagiert werden muss ) oft ausreichend,
ab der Fessel nach oben zu bandagieren. Meistens reicht der Gummistrumpf der
Klasse II, um den Fuß unter der Bandage nicht anschwellen zu lassen. Die
Vorteile sind vielfältig:
- Das Sprunggelenk bleibt von Bandagen frei und ist besser beweglich.
- Der Fuß bleibt frei und passt in die gewohnten Schuhe, ohne diese
zu dehnen.
- Der Gummistrumpf gibt den Bandagen besseren Halt, diese rutschen weniger.
- Die Bandagen verstärken den konstanten Anlagedruck des Gummistrumpfes:
es kommt (zusammen mit dem besseren Halt) weniger zu kontraproduktiven Einschnürungen.
- Während der Gummistrumpf einen fixen Anlagedruck hat, lässt
sich der Druck der Bandagen jeweils modifizieren.
- Durch die Kombination kann man über den Tag variieren: z.B. Vormittags
Bandagen über Gummistrumpf, am Nachmittag, sollte das Bein unter der
Kompression zu spannen beginnen, Entfernen der Bandagen, aber belassen des
Gummistrumpfes, abends vielleicht wieder verstärkte Kompression mit
Bandagen